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Von Windows zu Linux wechseln: Lenovo-LTE Problem gelöst

  • Autorenbild: Daniele Schranz
    Daniele Schranz
  • 24. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

LTE-Probleme beim Windows-zu-Linux-Wechsel auf Lenovo-Systemen


  1. Warum der Wechsel von Windows zu Linux auf Lenovo-Notebooks spannend ist (inkl. LTE)

Der Umstieg von Windows auf Linux fühlt sich am Anfang an wie ein kleiner Abenteuerurlaub: neue Bedienung, neue Werkzeuge, neue Freiheit – und auch neue Stolpersteine.

Einer dieser Stolpersteine traf mich völlig unerwartet: Mobilfunk/LTE auf meinem ThinkPad.

Unter Windows funktionierte das eingebaute LTE-Modul auf Anhieb – SIM rein, verbinden, fertig.


Unter Ubuntu hingegen: nichts. Kein Netz, kein Scan, nicht einmal ein „modem enabled“.

Im Alltag mag das nebensächlich wirken, aber für jemanden wie mich – der unterwegs arbeitet, Support leistet oder einfach beim Kunden noch schnell VPN aufbaut – ist LTE kein Luxus, sondern Infrastruktur.


Und genau hier beginnt ein wichtiger Teil des Linux-Abenteuers:→ Nicht alles läuft sofort – aber fast alles lässt sich lösen.Nur eben nicht immer von selbst. Beim Wechsel von Windows zu Linux auf meinem Lenovo-Laptop stellte sich heraus, dass das interne LTE-Modem unter Ubuntu nicht einfach funktionierte.


  1. Was das Problem wirklich war (nicht technisch zu lesen, aber hilfreich)

Viele Notebooks, vor allem Business-Geräte, haben eingebaute LTE-Module.Was man erst später lernt:

  • Windows wird von den Herstellern bevorzugt

  • Linux muss vieles selbst „erraten“

  • bestimmte Module haben sogar Hersteller-Sperren


Bei meinem Gerät war es so eine Mischung aus:

✔ Lenovo-Integration

✔ Quectel-Modem

✔ ModemManager

✔ ACPI-Schalter für WWAN

✔ gelegentlichen „radio locked“-Zuständen

Kurz: das Modem war vorhanden, es konnte nur nicht „aufwachen“.

Symbolische Illustration eines Umstiegs von Windows zu Ubuntu Linux: Laptop vor stilisiertem Wegweiser, der den Wechsel zwischen zwei Plattformen zeigt.
  1. Der technische Teil – für Menschen die dieselbe Wand treffen

Betroffenes Setup

  • Ubuntu 24.04

  • ThinkPad mit Quectel EM05-G

  • MBIM-Modus (cdc_mbim)

  • Modem tauchte auf, aber in state: enabling

Symptom

mmcli -m 0 zeigte dauerhaft:

state: enabling
power state: low

und:

modem not enabled yet

Ein Neustart half manchmal – aber nur warm.Ein „cold boot“ (komplett ausschalten) -> wieder tot.Wie Windows das umging? → Treiber plus Firmware-Handshake, die auf Linux fehlten.


  1. Die funktionierende Lösung

Wir haben es letztlich mit drei Elementen stabil hinbekommen:

A) MBIM-Radio-State manuell setzen

Benötigte Tools installieren:

sudo apt install libmbim-utils

ModemManager kurz stoppen:

sudo systemctl stop ModemManager

Radio-State abfragen:

sudo mbimcli -p -d /dev/cdc-wdmX --query-radio-state

(wobei X bei mir 2 oder 0 war, je nach Boot)

Falls locked:

sudo mbimcli -p -d /dev/cdc-wdmX --set-radio-state=on

Dann ModemManager starten:

sudo systemctl start ModemManager

Damit ließ sich LTE erstmals sauber aktivieren.

B) ACPI-WWAN-Switch setzen

ThinkPads haben oft einen separaten RF-Kill-Switch:

echo 1 | sudo tee /sys/devices/platform/thinkpad_acpi/wwan_enable

Das ist ein Detail das Windows intern setzt – Linux aber oft nicht.

C) Automatisierung per systemd-Service

Damit das Modul nach jedem Boot funktioniert, haben wir ein kleines Script gebaut:

/usr/local/bin/quectel-lte-unlock.sh

#!/bin/bash
sleep 5
echo 1 > /sys/devices/platform/thinkpad_acpi/wwan_enable
sleep 5
mbimcli -p -d /dev/cdc-wdm2 --set-radio-state=on || true

und dazu eine systemd-Unit:

/etc/systemd/system/quectel-lte-unlock.service

[Unit]
Description=Quectel LTE Unlock
After=network.target ModemManager.service

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/local/bin/quectel-lte-unlock.sh

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Aktivieren:

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now quectel-lte-unlock.service

Seitdem:

✔ cold boot → LTE da

✔ warm boot → LTE da

✔ Modem scan → funktionsfähig

✔ kein Windows mehr nötig


  1. Warum dieser kleine Sieg so wichtig war

Weil er zeigt:

Linux muss heute nicht mehr Fan-Projekt seinLinux kann produktiv, unterwegs und geschäftlich funktionierenWindows hat Komfort – Linux hat Kontrolle

Der Unterschied ist vielleicht dieser:

💬 Bei Windows fragt man: „Geht es?“ 💬 Bei Linux fragt man: „Wie genau geht es – und warum?“ Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels stammt vollständig von Daniele Schranz. Die Formulierung erfolgte mithilfe von KI.

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