Home Assistant – viel Potenzial, aber eine entscheidende Schwäche
Home Assistant ist grundsätzlich eine sehr interessante Smart-Home-Lösung. Die Plattform ist offen, flexibel, vergleichsweise kostengünstig und bietet zahlreiche Möglichkeiten, unterschiedlichste Geräte und Systeme miteinander zu verbinden.
Für wen sich Home Assistant eignet
Allerdings richtet sich Home Assistant meiner Meinung nach vor allem an technisch interessierte Anwender, die bereit sind, sich mit der Materie auseinanderzusetzen und ihr System selbst einzurichten, zu pflegen und weiterzuentwickeln.
Eine fixfertige Lösung, die man wie beispielsweise einen Solar Manager installiert und anschliessend weitgehend ohne zusätzlichen Aufwand betreibt, ist Home Assistant nicht. Dafür erhält man deutlich mehr Freiheiten und Anpassungsmöglichkeiten.
Die Schwäche: Benutzer- und Rechteverwaltung
Was ich allerdings deutlich kritisiere, ist die unzureichende Benutzer- und Rechteverwaltung.
Zwar lassen sich Benutzer erstellen und grundlegende Administratorrechte vergeben, eine vernünftige, differenzierte Rechteverteilung fehlt jedoch bislang. Beispielsweise ist es nicht möglich, einem Benutzer zuverlässig ausschliesslich Zugriff auf bestimmte Räume, Stockwerke oder einzelne Geräte zu gewähren.
Gerade in Mehrfamilienhäusern oder bei gemeinsam genutzten Smart-Home-Systemen wäre eine solche Funktion meiner Ansicht nach eine absolute Grundvoraussetzung.
Fazit
Home Assistant ist eine leistungsfähige und durchaus empfehlenswerte Plattform für technisch versierte Anwender. Die fehlende differenzierte Benutzer- und Berechtigungsverwaltung ist für mich jedoch eine erhebliche Schwäche.
Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler diesen Punkt künftig aufgreifen. Denn abgesehen davon macht Home Assistant bereits vieles richtig.
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